Mein Alltag ist digital – und schnell.
Da sind KI-Strategien, die rasch implementiert werden müssen. Websites, deren Launch kurz bevorsteht. Pitches, die gewonnen werden wollen. Und dann gibt es noch Entscheidungen, die am besten schon gestern getroffen worden wären.
Ganz ehrlich: Ich mag dieses Tempo. Sehr sogar.
Aber jetzt ist Herbst und ich bin in den Bergen. Und hier in der Natur merke ich wieder, wie wichtig es ist, Abstand zu gewinnen.
Den Bildschirm einfach mal ausgeschaltet zu lassen, auf Benachrichtigungen nicht in Sekundenbruchteilen zu reagieren, keine zehn offenen Tabs zu haben – weder auf dem Laptop noch im Kopf.
Das Faszinierende: Durch den Ortswechsel eröffnet sich Freiraum, und zwar für neue Gedanken. Als ob sie nur darauf gewartet hätten, dass ich den ganzen Trubel hinter mir lasse und zur Ruhe komme.
Diese Erfahrung ist für mich so bedeutsam, dass sie auch mein Handeln als Führungskraft prägt.
Was ich damit meine? Ganz einfach: Gute Ideen entstehen nicht automatisch dadurch, dass wir möglichst lange am Schreibtisch sitzen. Kreativität und gute Lösungen lassen sich gerade nicht auf Knopfdruck produzieren. Aus diesem Grund gebe ich meinen Team nicht einfach nur Aufgaben, sondern auch den nötigen Freiraum, um ihren eigenen Weg zu einer guten Lösung zu finden.
Genau das macht für mich moderne Führung aus: Nicht zwanghaft jede Arbeitsstunde zu micromanagen, sondern klare Ziele zu setzen, Verantwortung zu übertragen und darauf zu vertrauen, dass gute Arbeit auch abseits fester Routinen entstehen kann.
Denn am Ende zählt nicht, wo eine Idee entstanden ist. Sondern ob sie gut ist und was wir aus ihr machen.









